icotec führt BlackArmor® als Alternative zu Metall für Implantate ein

icotec AG, ein innovatives Unternehmen für Medizinprodukte und Branchenführer bei der Entwicklung und Herstellung von Implantaten auf der Basis von nichtmetallischen Verbundwerkstoffen aus kohlefaserverstärktem Polyetheretherketon (Carbon/PEEK), führt die Marke BlackArmor® für ihr Carbon/PEEK-Material ein.

Datum

05.09.2016

icotec AG, ein innovatives Unternehmen für Medizinprodukte und Branchenführer bei der Entwicklung und Herstellung von Implantaten auf der Basis von nichtmetallischen Verbundwerkstoffen aus kohlefaserverstärktem Polyetheretherketon (Carbon/PEEK), führt die Marke BlackArmor® für ihr Carbon/PEEK-Material ein. Das BlackArmor®-Material besitzt eine 15-jährige Erfolgsbilanz mit 20.000 Implantationen im Rahmen von chirurgischen Eingriffen an der Wirbelsäule und bei Knochenfrakturen.

BlackArmor® steht für eine Kombination aus hochfesten, endlosen Kohlefasern in einer PEEK-Matrix mit hervorragenden Dauerfestigkeitseigenschaften und dem von icotec selbst entwickelten Fließpressverfahren für Verbundwerkstoffe (Composite Flow Moulding, CFM). Das Ergebnis sind Implantate mit einer dreidimensionalen Architektur der hochfesten Kohlefasern für eine unübertroffene Festigkeit und Haltbarkeit. Die Technologie von icotec ermöglicht die Entwicklung komplexer Produkte wie etwa von Pedikelschrauben, Wirbelkörperersatzimplantaten oder Fixationsvorrichtungen wie z.B. anatomische Knochenplatten. Aufgrund der Kombination von hoher mechanischer Festigkeit und nichtmetallischen Eigenschaften sind Implantate aus BlackArmor-Material auch ideal für die Behandlung von Tumoren an der Wirbelsäule geeignet.

Bei Wirbelsäulentumoren spielt die Strahlentherapie nach der chirurgischen Entfernung des Tumors und der Stabilisierung der Wirbelsäule eine wichtige Rolle für die Schmerzbehandlung und die lokale Kontrolle von Tumoren.

Zur Planung der Bestrahlungsdosis benötigt der Radioonkologe störungsfreie CT-Bilder. Wirbelsäulenimplantate aus Metall verursachen jedoch erhebliche Artefakte auf dem für die Therapieplanung benötigten Bildmaterial. Diese Artefakte erschweren die genaue Abgrenzung anatomischer Strukturen sowie die korrekte Berechnung der Dosisverteilung.

Darüber hinaus können Wirbelsäulenimplantate aus Metall Tumorzellen während der Bestrahlungstherapie von der Strahlung abschirmen. Metallkomponenten verursachen zudem eine Streustrahlung in das umliegende, gesunde Gewebe mit dem Risiko von Nebenwirkungen. In einigen Fällen können Patienten mit Wirbelsäulenimplantaten aus Metall nicht in die Protonenbestrahlungs-Therapie aufgenommen werden.

Das BlackArmor®-Material ist in allen diagnostischen Bildgebungsverfahren (MRT, CT und Röntgen) strahlendurchlässig und verursacht daher keine Bildartefakte. Dies ist in der postoperativen Überwachung der anatomischen Strukturen ein erheblicher klinischer Vorteil. Darüber hinaus minimieren die nichtmetallischen Materialeigenschaften des BlackArmor®-Materials das mögliche Risiko einer Metallallergie.

Aus BlackArmor® Carbon/PEEK-Material hergestellte Implantate für die Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie tragen seit dem Jahr 2000 die CEKennzeichnung und erhielten im 2005 die FDA-Genehmigung (510kVerfahren).

Über icotec

Die icotec AG wurde 1999 gegründet und ist heute ein weltweiter Marktführer in den Bereichen Konstruktion, Entwicklung und Herstellung von Carbon/PEEK Verbundwerkstoffen zur Herstellung hochfester Implantate für lasttragende Anwendungen im Bereich des Bewegungsapparats. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Altstätten in der Schweiz.